Rückblick Mundart-Abend „En Mönke voll Platt“ in Haus Vorst am 3. Dezember 2019


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(Foto: Günter Huben)

Pünktlich um 19.00 Uhr erklang das Lied "Schön dat ihr dooe sett" und mit den gleichen Worten begrüßte Heinz-Josef Köhler die ca. 200 Gäste beim traditionellen "Mönke voll Platt" im Saal von Haus Vorst.

Einige Gäste wurden besonders begrüßt, darunter natürlich auch die Besucher von auswärts (dem Stadtteil St.Tönis): Vom Stadt-Kulturbund kam Thomas Nellen, als dessen Vorsitzender. Auch der Heimatbund St. Tönis hat es sich nicht nehmen lassen einen Besuch abzustatten.

Aufgelockert durch die „Vörscher Tön“ (Heidi Boms, Birgit Schneider, Heinz-Gerd Schuh und Wilfried Boms) wurde das gesamte Programm durch Gesang und musikalischen Einlagen wie „Oma koss joet koeke“ oder zum Vortag passende Lieder sowie Weihnachtslieder zum Mitsingen.

Eine Vielzahl von Gesprächen und Vorträgen wurden in Mundart gehalten.

Inspiriert von der rostbraunen Farbe des neuen Schützendenkmals in Vorst wurde im ersten Gespräch das lokale Geschehen von Hildegard Heidenfeld und Heinz-Josef Köhler analysiert. Final kamen die Beiden zu der Erkenntnis, man muss was tun: „Die Vörschter mödde oppasse dat se neet enrooaste“ - und wenn gar zu demonstrieren ist, wie es "Von dat weet uut Schweede" (das Kind aus Schweden = Greta Thunberg) vor macht. Prompt wurde ein Banner ausgerollt mit der Aufschrift „ Friidach für Voorsch“. Der Beifall war beachtlich.

Wolfgang Arretz trug das Gedicht von Friedel Kluth aus Anrath vor: „ Jleichgewicht - en Voorsch läewe Schöne on Kocke on St.Tüenes liegt als Jleichjewicht treck doenäewe“

Im Gespräch von Kathrin und Heinz-Josef Köhler ging es um Vererbungslehre: Nach Erörterung diverser Verwandtschaftsverhältnisse blieb die Erkenntnis: „ Papa ech donn mech opfere - ech frei enne Jong uut Zent Tüenes - wee bruuke unbedingt fresch Bloot“

Zum besinnlich - weihnachtlichen Teil schmeckten die rund 350 Püfferkes, gespendet von Ingried Kügler, Marlies Köhler und Dorothee Wefers, sowie Spritzgebäck sehr gut.

Im letzten Jahr wünschte sich Susanne Neumann noch „Köös esch ma Platt“ – nun konnte sie schon vortragen: „Enne Buckmann vertellt uut sinn Läewe und Knecht Ruprecht“ was mit den Fazit endet: „Sinds gute Kind - Sinds böse Kind - Op jedenfall sinds Vörschter Kind.“

Eher lustig berichtete Thomas Wenders über den Stress vom Nikolaus und warum auf der Tannenbaumspitze ein Engelchen sitzt.
Ein Gedicht vom Willi von Overbrüggen durfte nicht fehlen und Heinz-Josef Köhler trug "däe Chressboom" vor.
Zu den Liedern passend trug Adele Stadtfeld Gedichte von Walter Lehnen vor: „Püfferkes kläue“ und „Omas Kaktus“.
Steffi Floeth fand Besinnliches mit: „Die Weihnachtsfreud - jett för te Denke“

Seinen beschaulichen Abschluss fand der Abend mit der mundarlichen Version „Hellije Naiid“ des bekannten Weihnachtsliedes.

Die Gäste waren sich einig: Das war schöner Mundart-Abend mit zweieinhalb stündigem Programm, inklusive Übergang in die besinnliche Weihnachtszeit.